Erneuerbare Energien


Der Energiesektor befindet sich in einem Status der Weiter- und Neuentwicklung – und das weltweit.


Den in der Vergangenheit und auch aktuell zentral ausgerichteten Strukturen der Energiewirtschaft steht zukünftig ein eher dezentral orientiertes System gegenüber, welches zum einen die Steigerung der Energie-Effizienz und zum anderen die Nachhaltigkeit fokussiert. Daraus resultiert, dass sich die Energiepolitik im Zuge des Nachhaltigkeitsgedankens neuorientieren muss, wozu das Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG), welches im Jahre 2014 ausgefertigt und seitdem an die Entwicklungen der Energiewirtschaft angepasst wurde, als Grundlage dient (vgl. Geitmann, 2014, S. 12).


§ 1 Zweck und Ziel des Gesetzes


(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern.


(2) Um den Zweck des Absatzes 1 zu erreichen, verfolgt dieses Gesetz das Ziel, den Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch stetig und kosteneffizient auf mindestens 80 Prozent bis zum Jahr 2050 zu erhöhen. Hierzu soll dieser Anteil betragen:

  1. 40 bis 45 Prozent bis zum Jahr 2025 und
  2. 55 bis 60 Prozent bis zum Jahr 2035

(3) Das Ziel nach Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 dient auch dazu, den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Bruttoendenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf mindestens 18 Prozent zu erhöhen. (EEG, 2017)


Da sich der Energiebedarf begründet durch Faktoren wie Industrialisierung, Globalisierung und Bevölkerungswachstum in einem steten Wachstumsprozess befindet, ist es offensichtlich, dass dieser in Zukunft nicht ausschließlich durch die Nutzung von Erdöl- und Erdgasvorkommen sowie fossilen Ressourcen gedeckt werden kann. Neben Umweltproblemen und Klimaproblemen, ist auch das aus der Abhängigkeit der Fördernationen von ölimportierenden Ländern resultierende Konfliktpotenzial ein weiterer Grund für die intensivierte Suche nach einer übergeordneten, nachhaltigen Lösung in Form von erneuerbaren Energieträgern und alternativen Techniken in der Energiepolitik (vgl. Geitmann, 2014, S. 12f.). Als Erneuerbare Energien bezeichnet man in diesem Zusammenhang allgemein die Primärenergien, die „– gemessen in menschlichen Dimensionen – als unerschöpflich angesehen“ und „laufend aus den regenerativen Energiequellen Gezeitenenergie, geothermische Energie und Solarenergie gespeist [werden]; letztere ist für eine Vielzahl weiterer erneuerbarer Energien verantwortlich (u. a. Windenergie, Wasserkraft)“ (Kaltschmitt, Streicher & Wiese, 2014, S. 5).






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